Nachschlagewerk • 178 Fachbegriffe

Estrich-Glossar
von A bis Z

Das umfassendste deutsche Nachschlagewerk für Estrich-Fachbegriffe.Über 178 Begriffe aus EN 13813, Qualitätsmanagement und Produktion.

Die wichtigsten Begriffe für Estrichwerke

EN 13813

EN 13813:2002

Europäische Produktnorm für Estrichmörtel und Estrichmassen. Regelt Anforderungen, Prüfverfahren und CE-Kennzeichnung seit 2004.

Beispiel:

Bezeichnung: CT-C25-F4 nach EN 13813.

Siehe auch:

CE-Kennzeichnung
Harmonisierte Norm
DoP

DoP

EU 305/2011

Die Declaration of Performance (Leistungserklärung) ist das zentrale Dokument der BauPVO, in dem Hersteller die Leistungen ihrer Bauprodukte erklären.

Die DoP ist rechtlich verbindlich und muss vor dem Inverkehrbringen erstellt werden. Sie enthält eine eindeutige Kennnummer, den Produkttyp, das AVCP-System, Hersteller-Angaben, den Verwendungszweck und die deklarierten Leistungen aller wesentlichen Merkmale. Für Estriche nach EN 13813 sind dies: Brandverhalten, Freisetzung korrosiver Substanzen, Wasserdurchlässigkeit, Wasserdampfdurchlässigkeit, Druckfestigkeit, Biegezugfestigkeit, Verschleißwiderstand, Trittschallverbesserung und Wärmeleitfähigkeit. Die DoP muss in der Sprache des Ziellandes verfasst und 10 Jahre aufbewahrt werden.

Technische Daten

pflichtangaben:9 wesentliche Merkmale
aufbewahrung:10 Jahre
sprache:Landessprache erforderlich
format:Papier oder elektronisch
nummerierung:Eindeutige DoP-Nummer
aktualisierung:Bei Leistungsänderungen

Praxistipp:

Erstellen Sie DoP-Vorlagen für Standardprodukte und passen Sie nur die variablen Werte an

Beispiel:

DoP-Nr. 2024-CT-001: Zementestrich CT-C30-F5-A9 mit allen 9 deklarierten Eigenschaften.

Siehe auch:

CE-Kennzeichnung
Leistungserklärung
BauPVO
EN 13813
AVCP

FPC

EN 13813 Anhang ZA

Factory Production Control - Werkseigene Produktionskontrolle zur Qualitätssicherung. Pflicht für CE-Kennzeichnung.

Beispiel:

Tägliche Konsistenzprüfung, wöchentliche Festigkeitsprüfung.

Siehe auch:

Qualitätskontrolle
WPK
CE-Kennzeichnung

ITT

EN 13813

Initial Type Testing - Erstprüfung vor CE-Kennzeichnung. Umfasst alle deklarierten Eigenschaften, gültig 5 Jahre.

Beispiel:

ITT-Bericht von akkreditiertem Labor, Kosten 1000-2000€.

Siehe auch:

Erstprüfung
Typprüfung
CE-Kennzeichnung

CE-Kennzeichnung

EU 305/2011

Die CE-Kennzeichnung (Conformité Européenne) ist das Pflichtzeichen für Bauprodukte im europäischen Binnenmarkt und bestätigt die Konformität mit harmonisierten Normen.

Das CE-Zeichen ist kein Qualitätssiegel, sondern eine Konformitätserklärung des Herstellers. Für Estriche nach EN 13813 ist es seit 2004 verpflichtend. Die Kennzeichnung umfasst das CE-Symbol, die Kennnummer der notifizierten Stelle (falls beteiligt), Name und Anschrift des Herstellers, die letzten zwei Ziffern des Jahres der Anbringung, die Nummer der Leistungserklärung, den Verweis auf EN 13813 und die deklarierten Leistungen. Die CE-Kennzeichnung muss auf dem Produkt, der Verpackung oder den Begleitpapieren angebracht werden. Falsche CE-Kennzeichnung kann zu Geldstrafen und Produktrückruf führen.

Technische Daten

pflicht seit:01.08.2004 für Estriche
grundlage:EU-Verordnung 305/2011
gültigkeit:Unbefristet
kontrolle:Marktüberwachungsbehörden
system:AVCP System 4 für Estriche

Praxistipp:

Bewahren Sie alle CE-Dokumentationen 10 Jahre auf - bei Bauschäden werden diese angefordert

Beispiel:

CE 22 - Musterfirma GmbH - 22 - Nr. 001 - EN 13813 - CT-C25-F4

Siehe auch:

DoP
BauPVO
Konformität
EN 13813
AVCP
Leistungserklärung

CT

EN 13813

CT (Cement screed) bezeichnet Zementestrich nach EN 13813, den meistverwendeten Estrichtyp mit Zement als hydraulischem Bindemittel.

Zementestrich ist der Allrounder unter den Estrichen. Er ist feuchteunempfindlich, frostbeständig und kann daher im Innen- und Außenbereich eingesetzt werden. Die Hydratation des Zements führt zu einer dauerhaften, wasserunlöslichen Erhärtung. CT-Estriche schwinden beim Trocknen (0,4-0,6 mm/m) und benötigen daher Fugen. Sie sind nach 28 Tagen voll belastbar, die Belegreife wird je nach Dicke nach 4-8 Wochen erreicht. Vorteile sind die universelle Einsetzbarkeit, günstige Kosten und hohe Endfestigkeit. Nachteile sind die lange Trocknungszeit und das Schwinden.

Technische Daten

bindemittel:CEM I, II oder III nach EN 197-1
festigkeitsklassen:C5 bis C80, F1 bis F15
schwindmaß:0,4-0,6 mm/m
wärmeleitfähigkeit:1,0-1,4 W/(m·K)
trocknungszeit:1 cm/Woche bis 4 cm
ph wert:12-13 (stark alkalisch)
rohdichte:1800-2200 kg/m³

Praxistipp:

Bei dicken Estrichen >8cm Schwindverformungen durch Bewehrung oder Fasern reduzieren

Beispiel:

CT-C25-F4-A12 = Zementestrich mit 25 N/mm² Druck-, 4 N/mm² Biegezugfestigkeit, Abrieb A12.

Siehe auch:

Zementestrich
CEM
Portlandzement
CA
Hydraulisch
Hydratation

Schnellnavigation:

A

Buchstabe A

12 Begriffe

Abbindezeit

DIN EN 196-3

Die Abbindezeit bezeichnet den kritischen Zeitraum vom Anmischen des Estrichmörtels mit Wasser bis zum Beginn der chemischen Erhärtung. In dieser Phase wandelt sich der plastisch verformbare Mörtel in einen festen Werkstoff um.

Die Abbindezeit ist ein entscheidender Parameter für die Verarbeitung von Estrichmörtel. Sie wird maßgeblich durch die Art des Bindemittels, die Umgebungstemperatur, die Luftfeuchtigkeit und eventuelle Zusatzmittel beeinflusst. Bei Zementestrich beträgt sie typischerweise 2-4 Stunden, bei Calciumsulfatestrich 3-5 Stunden. Während dieser Zeit muss der Estrich vollständig eingebaut, nivelliert und verdichtet werden. Nach Überschreitung der Abbindezeit ist keine ordnungsgemäße Verarbeitung mehr möglich, da die beginnende Hydratation zu einer irreversiblen Verfestigung führt.

Technische Daten

zementestrich:2-4 Stunden bei 20°C
calciumsulfatestrich:3-5 Stunden bei 20°C
temperatureinfluss:Pro 10°C Temperaturerhöhung halbiert sich die Abbindezeit
messmethode:Vicat-Nadelgerät nach DIN EN 196-3

Praxistipp:

Verlängerung durch Verzögerer möglich, bei hohen Temperaturen kürzere Mischzeiten planen

Beispiel:

Ein CT-C25-F4 hat bei 20°C eine Abbindezeit von ca. 3 Stunden. Bei 30°C verkürzt sich diese auf etwa 1,5 Stunden.

Siehe auch:

Erhärtungszeit
Verarbeitungszeit
Erstarrungsbeginn
Hydratation
Vicat-Prüfung

Abriebwiderstand

EN 13892-3

Der Abriebwiderstand beschreibt die Widerstandsfähigkeit der Estrichoberfläche gegen mechanischen Verschleiß durch Begehung, Befahrung oder andere mechanische Beanspruchungen.

Der Abriebwiderstand ist eine wesentliche Eigenschaft für die Dauerhaftigkeit und Nutzungsdauer von Estrichoberflächen. Er wird nach EN 13892-3 mittels der Böhme-Prüfung (BCA-Test) ermittelt und in A-Klassen von A1 (höchster Widerstand, < 1,5 cm³/50cm²) bis A22 (22 cm³/50cm²) klassifiziert. Die Prüfung erfolgt durch Schleifen der Oberfläche mit genormtem Schleifmittel unter definierter Last. Der Volumenverlust wird nach 16 Prüfzyklen gemessen. Hochbeanspruchte Industrieflächen benötigen mindestens Klasse A6, während für Wohnbereiche A12-A15 ausreichend ist.

Technische Daten

pruefverfahren:Böhme-Schleifscheibe nach EN 13892-3
klassifizierung:A1 bis A22 (cm³/50cm²)
industriestandard:A6 oder besser
wohnbereich:A12-A15

Praxistipp:

Oberflächenveredelung mit Hartstoffen oder Versiegelungen kann den Abriebwiderstand deutlich verbessern

Beispiel:

Ein Hartstoffestrich der Klasse A3 verliert maximal 3 cm³/50cm² bei der Böhme-Prüfung.

Siehe auch:

Verschleißwiderstand
Oberflächenfestigkeit
BCA-Prüfung
Oberflächenhärte
Staubbildung

Abstreifer

Spezialwerkzeug zum Glätten und Verdichten der frischen Estrichoberfläche. Meist aus Aluminium oder Edelstahl, Länge 1,5-3m.

Siehe auch:

Reibebrett
Glättkelle
Flügelglätter

Adhäsion

DIN 18560-3

Haftvermögen zwischen Estrich und Untergrund, besonders wichtig bei Verbundestrich. Mindesthaftfestigkeit 1,5 N/mm².

Siehe auch:

Verbundestrich
Haftzugfestigkeit
Haftbrücke

Anhydrit

Anhydrit ist wasserfreies Calciumsulfat (CaSO₄) und dient als Hauptbindemittel in Calciumsulfatestrich (CA-Estrich). Durch Wasserzugabe hydratisiert es zu Gips und bildet dabei ein festes Kristallgefüge.

Anhydrit kommt sowohl als Naturanhydrit aus Bergwerken als auch als synthetisches Produkt (REA-Anhydrit aus der Rauchgasentschwefelung) zum Einsatz. Die Hydratation zu Dihydrat (Gips) erfolgt nach der Reaktionsgleichung CaSO₄ + 2H₂O → CaSO₄·2H₂O. Dieser Prozess läuft bei reinem Anhydrit sehr langsam ab und wird daher durch Anreger wie Kaliumsulfat oder Portlandzement beschleunigt. Der entstehende Gips bildet nadelförmige Kristalle, die sich zu einem tragfähigen Gefüge verzahnen. Anhydritestrich zeichnet sich durch geringe Schwindneigung, gute Wärmeleitfähigkeit und selbstnivellierende Eigenschaften aus, ist jedoch feuchteempfindlich.

Technische Daten

chemische Formel:CaSO₄ (wasserfrei)
dichte:2,9-3,0 g/cm³
hydratationsprodukt:CaSO₄·2H₂O (Gips)
anreger:K₂SO₄, Portlandzement, Ca(OH)₂
feuchtebestaendigkeit:Nicht für Außenbereiche geeignet

Praxistipp:

Anhydritestrich muss vor Feuchtigkeitseinwirkung geschützt werden - Restfeuchte < 0,5 CM-% für Beläge erforderlich

Beispiel:

Natürlicher Anhydrit wird auf < 0,2 mm gemahlen und mit 3-7% Anreger versetzt.

Siehe auch:

CA-Estrich
Calciumsulfat
Gips
REA-Gips
Hydratation
Fließestrich

Anmachwasser

DIN EN 1015-3

Wassermenge zum Anmischen des Estrichmörtels. Der w/z-Wert (Wasser-Zement-Wert) ist entscheidend für die Festigkeit.

Siehe auch:

w/z-Wert
Konsistenz
Wasserbedarf

Armierung

Bewehrung des Estrichs mit Stahlfasern, Glasfasern oder Bewehrungsmatten zur Erhöhung der Biegezugfestigkeit und Rissüberbrückung.

Beispiel:

Bei Heizestrich wird oft eine Bewehrungsmatte Q131 eingelegt.

Siehe auch:

Faserbewehrung
Bewehrungsmatte
Stahlfasern

AS

EN 13813

Kurzzeichen für Gussasphaltestrich (Mastic asphalt screed) nach EN 13813. Heißverarbeitbarer Estrich aus Bitumen und Gesteinskörnungen.

Siehe auch:

Gussasphalt
Bitumen
IC-Klassen

Aufheizprotokoll

DIN EN 1264-4

Dokumentation des Aufheizvorgangs bei Heizestrich. Stufenweise Temperaturerhöhung über 3 Wochen nach DIN EN 1264-4.

Beispiel:

Tag 1-3: 25°C, Tag 4-7: max. Vorlauftemperatur, dann abkühlen.

Siehe auch:

Belegreifheizen
Heizestrich
Funktionsheizen

Ausblühungen

Weiße Salzablagerungen auf der Estrichoberfläche durch kapillaren Wassertransport und Verdunstung. Meist Calciumcarbonat oder Sulfate.

Beispiel:

Ausblühungen können mechanisch entfernt oder mit Säure behandelt werden.

Siehe auch:

Effloreszenz
Salzausblühung
Kalkausblühung

Ausgleichsfeuchte

DIN 18560-1

Feuchtigkeitsgehalt des Estrichs im Gleichgewicht mit der Umgebungsluft. Wichtig für die Beurteilung der Belegreife.

Siehe auch:

Gleichgewichtsfeuchte
CM-Messung
Restfeuchte

AVCP

EU-BauPVO 305/2011

Assessment and Verification of Constancy of Performance - EU-System zur Bewertung und Überprüfung der Leistungsbeständigkeit von Bauprodukten. Für Estriche gilt System 4.

Beispiel:

AVCP System 4 bedeutet Eigenverantwortung des Herstellers ohne externe Überwachung.

Siehe auch:

CE-Kennzeichnung
System 4
Konformitätsbewertung
B

Buchstabe B

10 Begriffe

BauPVO

EU 305/2011

Die Bauproduktverordnung (EU 305/2011) ist die zentrale EU-Verordnung zur Harmonisierung der Vermarktungsbedingungen für Bauprodukte im europäischen Binnenmarkt.

Die BauPVO löste 2013 die Bauproduktenrichtlinie ab und schafft einheitliche Rahmenbedingungen für die Vermarktung von Bauprodukten in der EU. Sie definiert Grundanforderungen an Bauwerke, harmonisierte technische Spezifikationen und das System zur Bewertung der Leistungsbeständigkeit (AVCP). Für Estriche bedeutet dies die Pflicht zur CE-Kennzeichnung nach EN 13813, die Erstellung einer Leistungserklärung (DoP) und die Einhaltung des AVCP-Systems 4. Die Verordnung verfolgt das Ziel, technische Handelshemmnisse abzubauen und gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen.

Technische Daten

geltungsbereich:Alle EU-Mitgliedsstaaten + EWR
inkrafttreten:01.07.2013
avpc System:System 4 für Estriche
dokumentation:DoP + CE-Kennzeichnung
sprachen:23 EU-Amtssprachen

Praxistipp:

Die DoP muss 10 Jahre aufbewahrt und auf Anfrage vorgelegt werden können

Beispiel:

Ein Estrichhersteller muss für jeden Estrichtyp eine DoP erstellen und das CE-Zeichen anbringen.

Siehe auch:

CE-Kennzeichnung
DoP
Harmonisierte Norm
AVCP
EN 13813

BCA-Prüfung

EN 13892-3

Böhme-Prüfung zur Bestimmung des Verschleißwiderstands. Schleifscheibe mit definierter Belastung, Messung des Volumenverlust in cm³/50cm².

Siehe auch:

Verschleißwiderstand
A-Klassen
Abrieb

Belegreife

DIN 18560-1

Die Belegreife bezeichnet den Zustand eines Estrichs, bei dem die Restfeuchte so weit abgetrocknet ist, dass Bodenbeläge ohne Schäden verlegt werden können.

Die Belegreife ist ein kritischer Meilenstein im Bauprozess. Sie hängt von Estrichart, Dicke, Umgebungsbedingungen und geplanter Nutzung ab. Eine verfruhte Belegung kann zu Schäden wie Blasenbildung, Ablösungen oder Schimmelbildung führen. Die Messung erfolgt mittels CM-Methode an repräsentativen Stellen. Bei Heizestrichen gelten schärfere Grenzwerte. Die Trocknungszeit kann durch Zwangstrocknung, Belegreifheizen oder spezielle Schnellestriche verkürzt werden. Vor der Belegung sollte zusätzlich die Oberflächenfestigkeit geprüft werden.

Technische Daten

zementestrich unbeheizt:≤ 2,0 CM-%
zementestrich beheizt:≤ 1,8 CM-%
calciumsulfat unbeheizt:≤ 0,5 CM-%
calciumsulfat beheizt:≤ 0,3 CM-%
magnesit:≤ 0,5 CM-%
gussasphalt:Keine Messung erforderlich

Praxistipp:

Dokumentieren Sie alle CM-Messungen mit Datum, Ort und Messwert für die Gewährleistung

Beispiel:

Bei Parkettverlegung auf Heizestrich: CT max. 1,8 CM-%, CA max. 0,3 CM-%.

Siehe auch:

CM-Messung
Restfeuchte
Trocknungszeit
Belegreifheizen
Zwangstrocknung

Belegreifheizen

DIN EN 1264-4

Kontrolliertes Aufheizen von Heizestrich zur Trocknung. Protokollpflichtig mit stufenweiser Temperaturerhöhung und Abkühlung.

Beispiel:

Start frühestens 21 Tage nach Estricheinbau bei Zementestrich.

Siehe auch:

Aufheizprotokoll
Funktionsheizen
Heizestrich

Beschleuniger

EN 934-2

Zusatzmittel zur Verkürzung der Abbinde- und Erhärtungszeit. Bei Zementestrich z.B. Calciumchlorid, bei CA-Estrich Kaliumsulfat.

Beispiel:

Dosierung 1-3% vom Zementgewicht, Vorsicht bei Bewehrung (Korrosion).

Siehe auch:

Zusatzmittel
Erstarrungsbeschleuniger
Frühfestigkeit

Bewehrung

DIN 18560-2

Einlagen zur Erhöhung der Zugfestigkeit. Stahlmatten (z.B. Q131), Glasfasergewebe oder Kunststofffasern.

Beispiel:

Bewehrung in oberer Estrichhälfte, Betondeckung min. 15mm.

Siehe auch:

Armierung
Faserbewehrung
Bewehrungsmatte

Bewegungsfuge

DIN 18560-2

Durchgehende Fuge zur Aufnahme von Bewegungen zwischen Bauteilen. Breite 8-20mm, mit elastischem Material gefüllt.

Beispiel:

Bewegungsfugen müssen vom Estrich bis zum Belag durchgehen.

Siehe auch:

Dehnungsfuge
Randfuge
Feldbegrenzungsfuge

Biegezugfestigkeit

EN 13892-2

Widerstand des Estrichs gegen Biegung, gemessen in N/mm². Klassifizierung in F-Klassen (F1 bis F50) nach EN 13813.

Beispiel:

F4 = 4 N/mm² Biegezugfestigkeit, Standard für Wohnbereich.

Siehe auch:

F-Klasse
Zugfestigkeit
Biegeprüfung

Bindemittel

EN 13813

Stoff, der Zuschlagskörner verklebt und erhärtet. Haupttypen: Zement (CT), Calciumsulfat (CA), Magnesit (MA), Kunstharz (SR), Bitumen (AS).

Beispiel:

Bindemittelgehalt bei Zementestrich typisch 280-350 kg/m³.

Siehe auch:

Zement
Anhydrit
Kunstharz
Bitumen

Bitumen

EN 12591

Teerähnliches Bindemittel für Gussasphaltestrich. Thermoplastisch, bei 220-250°C verarbeitbar.

Siehe auch:

Gussasphalt
AS-Estrich
Thermoplastisch
C

Buchstabe C

7 Begriffe

CA

EN 13813

CA (Calcium sulphate) bezeichnet Calciumsulfatestrich nach EN 13813, einen Estrich mit Anhydrit oder Alpha-Halbhydrat als Bindemittel.

Calciumsulfatestrich zeichnet sich durch schnelle Trocknung, geringe Schwindneigung, gute Wärmeleitfähigkeit und die Möglichkeit zur selbstnivellierenden Verarbeitung aus. Er ist besonders geeignet für Fußbodenheizungen aufgrund der guten Wärmeleitung und geringen Aufbauhöhe. Nachteile sind die Feuchteempfindlichkeit und die Notwendigkeit einer Grundierung vor zementgebundenen Belägen. CA-Estriche erreichen höhere Festigkeiten als Zementestriche bei gleicher Bindemittelmenge und sind bereits nach 2 Tagen begehbar. Die Verarbeitung erfolgt meist als Fließestrich mit maschineller Förderung.

Technische Daten

bindemittel:CaSO₄ oder CaSO₄·0,5H₂O
festigkeitsklassen:C20 bis C80, F4 bis F15
schwindmaß:< 0,2 mm/m
wärmeleitfähigkeit:1,2-1,4 W/(m·K)
begehbarkeit:Nach 24-48 Stunden
ph wert:7-9 (neutral bis schwach alkalisch)

Praxistipp:

Vor Verlegung keramischer Beläge immer grundieren, um Ettringitbildung zu vermeiden

Beispiel:

CA-C30-F7 = Calciumsulfatestrich mit 30 N/mm² Druckfestigkeit und 7 N/mm² Biegezugfestigkeit.

Siehe auch:

Anhydritestrich
Fließestrich
Calciumsulfat
CT
Selbstnivellierend

Calciumsulfat

Sammelbegriff für Anhydrit (CaSO₄) und Gips (CaSO₄ · 2H₂O). Bindemittel für CA-Estrich, feuchteempfindlich.

Beispiel:

Natürlicher oder synthetischer (REA-Gips) Rohstoff.

Siehe auch:

Anhydrit
Gips
CA-Estrich

CE-Kennzeichnung

EU 305/2011

Die CE-Kennzeichnung (Conformité Européenne) ist das Pflichtzeichen für Bauprodukte im europäischen Binnenmarkt und bestätigt die Konformität mit harmonisierten Normen.

Das CE-Zeichen ist kein Qualitätssiegel, sondern eine Konformitätserklärung des Herstellers. Für Estriche nach EN 13813 ist es seit 2004 verpflichtend. Die Kennzeichnung umfasst das CE-Symbol, die Kennnummer der notifizierten Stelle (falls beteiligt), Name und Anschrift des Herstellers, die letzten zwei Ziffern des Jahres der Anbringung, die Nummer der Leistungserklärung, den Verweis auf EN 13813 und die deklarierten Leistungen. Die CE-Kennzeichnung muss auf dem Produkt, der Verpackung oder den Begleitpapieren angebracht werden. Falsche CE-Kennzeichnung kann zu Geldstrafen und Produktrückruf führen.

Technische Daten

pflicht seit:01.08.2004 für Estriche
grundlage:EU-Verordnung 305/2011
gültigkeit:Unbefristet
kontrolle:Marktüberwachungsbehörden
system:AVCP System 4 für Estriche

Praxistipp:

Bewahren Sie alle CE-Dokumentationen 10 Jahre auf - bei Bauschäden werden diese angefordert

Beispiel:

CE 22 - Musterfirma GmbH - 22 - Nr. 001 - EN 13813 - CT-C25-F4

Siehe auch:

DoP
BauPVO
Konformität
EN 13813
AVCP
Leistungserklärung

CEM

EN 197-1

Europäische Zementbezeichnung. CEM I = Portlandzement, CEM II = Portlandkompositzement, CEM III = Hüttenzement.

Beispiel:

CEM II/B-S 32,5 R = Portlandhüttenzement mit hoher Frühfestigkeit.

Siehe auch:

Zement
Portlandzement
Bindemittel

CM-Messung

DIN 18560-4

Die CM-Messung (Calcium-Carbid-Methode) ist das Standardverfahren zur Bestimmung der Restfeuchte in Estrichen mittels chemischer Reaktion.

Bei der CM-Messung wird eine repräsentative Estrichprobe mit Calciumcarbid in einer Druckflasche zur Reaktion gebracht. Das entstehende Acetylengas erzeugt einen Druck, der proportional zum Wassergehalt ist. Die Probe muss aus der gesamten Estrichdicke entnommen und sofort zerkleinert werden. Bei Heizestrichen erfolgt die Entnahme im Bereich zwischen den Heizrohren. Die Messung dauert etwa 20 Minuten und liefert sofortige Ergebnisse. Wichtig ist die korrekte Kalibrierung des Geräts und die Verwendung frischen Calciumcarbids. Die CM-Methode ist gerichtsfest anerkannt und in Streitfällen maßgebend.

Technische Daten

messbereich:0,1 bis 4,0 CM-%
probengewicht zement:50-100g
probengewicht calcium:50g
messdauer:ca. 20 Minuten
genauigkeit:± 0,2 CM-%
carbidmenge:1 Ampulle (ca. 6,5g)

Praxistipp:

Protokollieren Sie Entnahmeort, Datum, Uhrzeit und Prüfer - diese Dokumentation ist rechtlich relevant

Beispiel:

Bei 50g Zementestrichprobe und 1,8 CM-% Anzeige ist der Estrich belegreif für Parkett.

Siehe auch:

Restfeuchte
Belegreife
CM-Gerät
Darrmethode
Belegreifheizen

CT

EN 13813

CT (Cement screed) bezeichnet Zementestrich nach EN 13813, den meistverwendeten Estrichtyp mit Zement als hydraulischem Bindemittel.

Zementestrich ist der Allrounder unter den Estrichen. Er ist feuchteunempfindlich, frostbeständig und kann daher im Innen- und Außenbereich eingesetzt werden. Die Hydratation des Zements führt zu einer dauerhaften, wasserunlöslichen Erhärtung. CT-Estriche schwinden beim Trocknen (0,4-0,6 mm/m) und benötigen daher Fugen. Sie sind nach 28 Tagen voll belastbar, die Belegreife wird je nach Dicke nach 4-8 Wochen erreicht. Vorteile sind die universelle Einsetzbarkeit, günstige Kosten und hohe Endfestigkeit. Nachteile sind die lange Trocknungszeit und das Schwinden.

Technische Daten

bindemittel:CEM I, II oder III nach EN 197-1
festigkeitsklassen:C5 bis C80, F1 bis F15
schwindmaß:0,4-0,6 mm/m
wärmeleitfähigkeit:1,0-1,4 W/(m·K)
trocknungszeit:1 cm/Woche bis 4 cm
ph wert:12-13 (stark alkalisch)
rohdichte:1800-2200 kg/m³

Praxistipp:

Bei dicken Estrichen >8cm Schwindverformungen durch Bewehrung oder Fasern reduzieren

Beispiel:

CT-C25-F4-A12 = Zementestrich mit 25 N/mm² Druck-, 4 N/mm² Biegezugfestigkeit, Abrieb A12.

Siehe auch:

Zementestrich
CEM
Portlandzement
CA
Hydraulisch
Hydratation

C-Klasse

EN 13892-2

Druckfestigkeitsklasse nach EN 13813. C5 bis C80, Zahl gibt Mindestdruckfestigkeit in N/mm² an.

Beispiel:

C25 = mindestens 25 N/mm² Druckfestigkeit.

Siehe auch:

Druckfestigkeit
Festigkeitsklasse
Würfeldruckfestigkeit
D

Buchstabe D

8 Begriffe

Dämmschicht

DIN 18560-2

Trittschall- oder Wärmedämmung unter schwimmendem Estrich. Mindestdicke 20mm bei Trittschalldämmung, Zusammendrückbarkeit max. 3-5mm.

Beispiel:

EPS DEO 150 = Polystyrol mit 150 kPa Druckspannung.

Siehe auch:

Schwimmender Estrich
Trittschalldämmung
DEO

Darrmethode

DIN EN 12664

Gravimetrische Feuchtemessung durch Trocknung bei 105°C bis zur Gewichtskonstanz. Referenzmethode für CM-Messung.

Siehe auch:

CM-Messung
Feuchtemessung
Trocknung

Dehnungsfuge

DIN 18560-2

Fuge zur Aufnahme von Längenänderungen durch Temperatur und Schwinden. Bei Heizestrich alle 40m², max. 8m Kantenlänge.

Beispiel:

Türbereich immer mit Dehnungsfuge trennen.

Siehe auch:

Bewegungsfuge
Scheinfuge
Feldbegrenzungsfuge

DEO

DIN EN 13162

Druckbelastbarkeit von Dämmstoffen. Angabe der Druckspannung bei 10% Stauchung in kPa.

Beispiel:

DEO ds = druckbelastbar, schallgedämmt.

Siehe auch:

Dämmschicht
Druckspannung
Zusammendrückbarkeit

DIN

Deutsches Institut für Normung - Nationale Normungsorganisation. DIN-Normen ergänzen europäische EN-Normen.

Beispiel:

DIN 18560 Serie für Estriche im Bauwesen.

Siehe auch:

EN
ISO
Normung

DoP

EU 305/2011

Die Declaration of Performance (Leistungserklärung) ist das zentrale Dokument der BauPVO, in dem Hersteller die Leistungen ihrer Bauprodukte erklären.

Die DoP ist rechtlich verbindlich und muss vor dem Inverkehrbringen erstellt werden. Sie enthält eine eindeutige Kennnummer, den Produkttyp, das AVCP-System, Hersteller-Angaben, den Verwendungszweck und die deklarierten Leistungen aller wesentlichen Merkmale. Für Estriche nach EN 13813 sind dies: Brandverhalten, Freisetzung korrosiver Substanzen, Wasserdurchlässigkeit, Wasserdampfdurchlässigkeit, Druckfestigkeit, Biegezugfestigkeit, Verschleißwiderstand, Trittschallverbesserung und Wärmeleitfähigkeit. Die DoP muss in der Sprache des Ziellandes verfasst und 10 Jahre aufbewahrt werden.

Technische Daten

pflichtangaben:9 wesentliche Merkmale
aufbewahrung:10 Jahre
sprache:Landessprache erforderlich
format:Papier oder elektronisch
nummerierung:Eindeutige DoP-Nummer
aktualisierung:Bei Leistungsänderungen

Praxistipp:

Erstellen Sie DoP-Vorlagen für Standardprodukte und passen Sie nur die variablen Werte an

Beispiel:

DoP-Nr. 2024-CT-001: Zementestrich CT-C30-F5-A9 mit allen 9 deklarierten Eigenschaften.

Siehe auch:

CE-Kennzeichnung
Leistungserklärung
BauPVO
EN 13813
AVCP

Druckfestigkeit

EN 13892-2

Widerstand gegen Druckbelastung in N/mm². Prüfung an Würfeln oder Prismen, Klassifizierung in C-Klassen (C5-C80).

Beispiel:

Mindestens 3 Prüfkörper, Mittelwert bilden.

Siehe auch:

C-Klasse
Würfeldruckfestigkeit
Festigkeit

Dünnschichtestrich

Estrich mit Nenndicke < 35mm. Meist kunstharzgebunden oder zementgebunden mit Faserbewehrung.

Beispiel:

Renovierung mit 10-20mm Dünnschichtestrich.

Siehe auch:

Kunstharzestrich
Verbundestrich
Sanierung
E

Buchstabe E

11 Begriffe

Effloreszenz

Ausblühungen durch kristallisierende Salze an der Oberfläche. Meist Calciumhydroxid, das zu Calciumcarbonat reagiert.

Beispiel:

Mechanisch entfernen oder mit verdünnter Säure behandeln.

Siehe auch:

Ausblühungen
Salzausblühung
Weißschleier

Einbaufeuchte

Feuchtigkeitsgehalt des frischen Estrichmörtels. Bei Zementestrich ca. 8-12%, bei CA-Estrich 5-7%.

Beispiel:

Zu hohe Einbaufeuchte verlängert Trocknungszeit erheblich.

Siehe auch:

Anmachwasser
w/z-Wert
Konsistenz

EN

Europäische Norm - In allen EU-Ländern gültige harmonisierte Standards. Ersetzt nationale Normen.

Beispiel:

EN 13813 ist die zentrale Norm für Estriche.

Siehe auch:

DIN EN
Harmonisierte Norm
CE-Kennzeichnung

EN 13813

EN 13813:2002

Europäische Produktnorm für Estrichmörtel und Estrichmassen. Regelt Anforderungen, Prüfverfahren und CE-Kennzeichnung seit 2004.

Beispiel:

Bezeichnung: CT-C25-F4 nach EN 13813.

Siehe auch:

CE-Kennzeichnung
Harmonisierte Norm
DoP

EN 13892

Normenreihe für Prüfverfahren von Estrichmörteln. Teil 1-8 regeln verschiedene Prüfungen.

Beispiel:

EN 13892-2: Druck- und Biegezugfestigkeit.

Siehe auch:

Prüfverfahren
Druckfestigkeit
Biegezugfestigkeit

Epoxidharz

Zweikomponentiges Kunstharz für hochbelastbare Estriche. Chemisch beständig, wasserdicht, schnell erhärtend.

Beispiel:

Industrieböden mit 5-10mm Epoxidharzestrich.

Siehe auch:

SR-Estrich
Kunstharzestrich
Reaktionsharz

Erhärtungszeit

EN 13892-2

Zeit bis zum Erreichen der Nennfestigkeit. Bei Zementestrich 28 Tage, bei CA-Estrich 14-21 Tage.

Beispiel:

Frühfestigkeit nach 7 Tagen ca. 70% der Endfestigkeit.

Siehe auch:

Abbindezeit
Festigkeitsentwicklung
Nachbehandlung

Erstarrungsbeginn

EN 196-3

Zeitpunkt des beginnenden Abbindens. Bei Zement nach Vicat-Nadel bestimmt, typisch 2-4 Stunden.

Siehe auch:

Abbindezeit
Verarbeitungszeit
Vicat-Prüfung

Estrich

DIN 18560-1

Bauteil aus Estrichmörtel zur Lastverteilung, Niveauregulierung oder als Nutzschicht. Schichtdicke 10-80mm.

Beispiel:

Schwimmender Estrich auf Dämmschicht im Wohnungsbau.

Siehe auch:

Estrichmörtel
Estrichkonstruktion
Unterböden

Estrichmörtel

Gemisch aus Bindemittel, Zuschlag, Wasser und ggf. Zusatzstoffen. Frischmörtel vor dem Einbau.

Beispiel:

Werkfrischmörtel oder baustellengemischt.

Siehe auch:

Mörtel
Frischmörtel
Mischungsverhältnis

Erstprüfung

EN 13813

ITT (Initial Type Testing) - Einmalige Prüfung vor erstmaligem Inverkehrbringen. Grundlage für CE-Kennzeichnung.

Beispiel:

ITT durch akkreditiertes Prüflabor, Kosten 1000-2000€.

Siehe auch:

ITT
CE-Kennzeichnung
Typprüfung
F

Buchstabe F

10 Begriffe

Faserbewehrung

Zugabe von Stahl-, Glas- oder Kunststofffasern zur Erhöhung der Biegezugfestigkeit und Rissverteilung. Dosierung 0,5-2 Vol-%.

Beispiel:

25 kg/m³ Stahlfasern erhöhen F-Klasse um 1-2 Stufen.

Siehe auch:

Stahlfasern
Glasfasern
Bewehrung

Feldbegrenzungsfuge

DIN 18560-2

Scheinfuge zur Begrenzung von Estrichfeldern. Bei Heizestrich max. 40m², Seitenverhältnis max. 1:2.

Beispiel:

Schnitttiefe 1/3 bis 1/2 der Estrichdicke.

Siehe auch:

Scheinfuge
Dehnungsfuge
Feldgröße

Festigkeitsklasse

EN 13813

Einstufung nach Druck- (C) und Biegezugfestigkeit (F). Kombination z.B. C25-F4 gibt beide Werte an.

Beispiel:

CT-C25-F4 = Zementestrich mit 25 N/mm² Druck-, 4 N/mm² Biegezugfestigkeit.

Siehe auch:

C-Klasse
F-Klasse
Nennfestigkeit

F-Klasse

EN 13892-2

Biegezugfestigkeitsklasse nach EN 13813. F1 bis F50, Zahl gibt Mindestbiegezugfestigkeit in N/mm² an.

Beispiel:

F4 = Standard für Wohnbereich, F7 = erhöhte Anforderung.

Siehe auch:

Biegezugfestigkeit
Festigkeitsklasse
Zugfestigkeit

Fließestrich

Selbstnivellierender Estrich mit fließfähiger Konsistenz. Meist CA-basiert, Ausbreitmass > 22cm.

Beispiel:

Verarbeitung mit Schlauchpumpe, selbstnivellierend ab 20mm.

Siehe auch:

Selbstnivellierend
CA-Estrich
Pumpestrich

Fließmittel

EN 934-2

Zusatzmittel zur Verflüssigung ohne Wasserzugabe. PCE-basiert (Polycarboxylatether), Dosierung 0,5-2%.

Beispiel:

Ermöglicht Pumpförderung ohne Festigkeitsverlust.

Siehe auch:

Zusatzmittel
Verflüssiger
PCE

FPC

EN 13813 Anhang ZA

Factory Production Control - Werkseigene Produktionskontrolle zur Qualitätssicherung. Pflicht für CE-Kennzeichnung.

Beispiel:

Tägliche Konsistenzprüfung, wöchentliche Festigkeitsprüfung.

Siehe auch:

Qualitätskontrolle
WPK
CE-Kennzeichnung

Frühfestigkeit

Festigkeit nach kurzer Erhärtungszeit. 1-Tag-, 3-Tage- oder 7-Tage-Festigkeit.

Beispiel:

Schnellestrich erreicht 50% Endfestigkeit nach 24h.

Siehe auch:

Festigkeitsentwicklung
Schnellzement
Beschleuniger

Fugen

DIN 18560-2

Unterbrechungen im Estrich. Arten: Bewegungsfuge, Scheinfuge, Randfuge, Arbeitsfuge.

Beispiel:

Fugenplan vor Estricheinbau festlegen.

Siehe auch:

Dehnungsfuge
Randfuge
Scheinfuge

Funktionsheizen

DIN EN 1264-4

Erstes Aufheizen der Fußbodenheizung zur Funktionsprüfung. Nach 7 Tagen (CA) bzw. 21 Tagen (CT).

Beispiel:

Start mit 25°C, täglich +5°C bis Maximaltemperatur.

Siehe auch:

Belegreifheizen
Aufheizprotokoll
Heizestrich
G

Buchstabe G

9 Begriffe

Gesteinskörnung

EN 13139

Zuschlagstoffe wie Sand und Kies. Korngruppen 0/4, 0/8 oder 0/16mm. Anteil 75-85% des Estrichvolumens.

Beispiel:

Sieblinie B8 für Estrich 0/8mm optimal.

Siehe auch:

Zuschlag
Korngruppe
Sieblinie

Gips

Calciumsulfat-Dihydrat (CaSO₄ · 2H₂O). Entsteht aus Anhydrit durch Wasseraufnahme beim Abbinden.

Beispiel:

Alpha-Halbhydrat für hochfeste CA-Estriche.

Siehe auch:

Anhydrit
Calciumsulfat
REA-Gips

Glasfasern

Alkaliresistente Fasern zur Bewehrung. Länge 6-24mm, Dosierung 0,5-2 kg/m³. Verbessert Rissverhaltung.

Beispiel:

AR-Glasfasern mit Zirkonoxid-Beschichtung.

Siehe auch:

Faserbewehrung
AR-Glas
Bewehrung

Glättung

Mechanische Oberflächenbearbeitung zur Erzielung einer glatten, porenarmen Oberfläche. Maschinell oder manuell.

Beispiel:

Maschinenglättung mit Flügelglätter bei hartem Estrich.

Siehe auch:

Glätten
Flügelglätter
Oberflächengüte

Gleichgewichtsfeuchte

Feuchtegehalt im hygroskopischen Gleichgewicht mit Umgebungsklima. Bei 20°C/65% r.F.: CT ca. 1,5%, CA ca. 0,3%.

Beispiel:

Dauerhafte Feuchte nach vollständiger Trocknung.

Siehe auch:

Ausgleichsfeuchte
Restfeuchte
Sorptionsisotherme

Gradierung

Temperaturabstufung bei Fußbodenheizung. Vorlauf-/Rücklauftemperatur und Spreizung.

Beispiel:

35/28°C bei Niedertemperaturheizung.

Siehe auch:

Heizestrich
Vorlauftemperatur
Spreizung

Grenzabmaße

DIN 18202

Zulässige Toleranzen für Ebenheit und Höhenlage. Nach DIN 18202 Tabelle 3.

Beispiel:

4mm auf 4m Messstrecke bei erhöhten Anforderungen.

Siehe auch:

Ebenheitstoleranzen
DIN 18202
Höhentoleranzen

Grundierung

Vorbehandlung des Untergrunds zur Verbesserung der Haftung. Epoxidharz- oder Dispersionsbasis.

Beispiel:

Tiefengrund bei saugenden Untergründen.

Siehe auch:

Haftbrücke
Primer
Haftvermittler

Gussasphalt

EN 13813

Estrich aus Bitumen und Gesteinskörnungen (AS). Heißverarbeitung bei 220-250°C, sofort begehbar nach Abkühlung.

Beispiel:

AS-IC10 für Industrieböden, AS-IC15 für Parkdecks.

Siehe auch:

AS-Estrich
Bitumen
Mastixasphalt
H

Buchstabe H

8 Begriffe

Haftbrücke

DIN 18560-3

Verbindungsschicht zwischen Untergrund und Estrich bei Verbundestrichen. Zementschlämme, Epoxidharz oder spezielle Haftmittel.

Beispiel:

Frisch-in-frisch-Verarbeitung für optimale Haftung.

Siehe auch:

Verbundestrich
Grundierung
Haftvermittler

Haftzugfestigkeit

EN 13892-8

Zugfestigkeit senkrecht zur Verbundfläche. Mindestwert 1,5 N/mm² für Verbundestrich.

Beispiel:

Prüfung mit Haftzugprüfgerät, 5 Messstellen/100m².

Siehe auch:

Adhäsion
Abreissfestigkeit
Verbundfestigkeit

Halbhydrat

Calciumsulfat-Halbhydrat (CaSO₄ · 0,5H₂O). Zwischenprodukt beim Brennen von Gips, Bindemittel für CA-Estrich.

Beispiel:

Alpha-Halbhydrat für hochfeste Estriche.

Siehe auch:

Alpha-Halbhydrat
Beta-Halbhydrat
Gips

Harmonisierte Norm

EU 305/2011

EU-weit gültige Norm mit CE-Kennzeichnungspflicht. Veröffentlicht im EU-Amtsblatt, ersetzt nationale Normen.

Beispiel:

EN 13813 ist harmonisierte Norm für Estriche.

Siehe auch:

EN-Norm
CE-Kennzeichnung
hEN

Hartstoffestrich

Estrich mit verschleißfesten Zuschlägen wie Korund, Siliciumcarbid oder Quarz. Oberfläche eingestreut oder eingemischt.

Beispiel:

8-10 kg/m² Hartstoffeinstreuung für Industrieböden.

Siehe auch:

Industrieestrich
Hartstoffschicht
Monolithischer Estrich

Heizestrich

DIN EN 1264

Estrich mit integrierter Fußbodenheizung/-kühlung. Rohre im Estrich verlegt, Überdeckung min. 45mm bei CT.

Beispiel:

Rohrverlegung auf Noppenplatte oder Tackersystem.

Siehe auch:

Fußbodenheizung
Systemheizestrich
Thermoaktive Bauteile

Höhenlage

DIN 18202

Absolute Höhe der Estrichoberfläche. Toleranzen nach DIN 18202, Prüfung mit Nivelliergerät.

Beispiel:

±15mm bei Nennmaß bis 10m Raumlänge.

Siehe auch:

Höhentoleranz
Nivellement
DIN 18202

Hydratation

Chemische Reaktion von Zement mit Wasser. Bildet Calciumsilikathydrate (CSH) als Bindemittel.

Beispiel:

Vollständige Hydratation benötigt w/z-Wert > 0,4.

Siehe auch:

Zementhydratation
Erhärtung
CSH-Phasen
I

Buchstabe I

5 Begriffe

IC-Klasse

EN 13813

Eindringtiefe-Klasse für Gussasphalt. IC10 = max. 10mm, IC15 = max. 15mm, IC40 = max. 40mm Eindringtiefe.

Beispiel:

IC10 für hohe Belastung, IC40 für Wohnbereich.

Siehe auch:

Gussasphalt
AS-Estrich
Eindringtiefe

Industrieestrich

Hochbelastbarer Estrich für gewerbliche Nutzung. Druckfestigkeit > C40, oft mit Hartstoffeinstreuung.

Beispiel:

CT-C50-F10-A12 mit 8mm Hartstoffschicht.

Siehe auch:

Hartstoffestrich
Schwerlastestrich
Nutzeestrich

Innenrüttler

Gerät zur Verdichtung von Estrich. Tauchrüttler mit Frequenz 12.000-18.000/min.

Beispiel:

Systematisches Rütteln im 50cm-Raster.

Siehe auch:

Verdichtung
Rüttelflasche
Vibrator

ISO

International Organization for Standardization - Weltweite Normungsorganisation. ISO 9001 für Qualitätsmanagement.

Beispiel:

ISO 9001:2015 Zertifizierung für QM-System.

Siehe auch:

Normung
Qualitätsmanagement
Zertifizierung

ITT

EN 13813

Initial Type Testing - Erstprüfung vor CE-Kennzeichnung. Umfasst alle deklarierten Eigenschaften, gültig 5 Jahre.

Beispiel:

ITT-Bericht von akkreditiertem Labor, Kosten 1000-2000€.

Siehe auch:

Erstprüfung
Typprüfung
CE-Kennzeichnung
K

Buchstabe K

10 Begriffe

Kalibrierung

DIN EN ISO 9001

Regelmäßige Überprüfung und Justierung von Prüf- und Messgeräten. Jährlich für Waagen, Thermometer, CM-Geräte.

Beispiel:

Kalibrierzertifikat von akkreditiertem Labor.

Siehe auch:

Prüfmittelüberwachung
Messgenauigkeit
QM-System

Karbonatisierung

Reaktion von Calciumhydroxid mit CO₂ zu Calciumcarbonat. Senkt pH-Wert, schützt Bewehrung nicht mehr.

Beispiel:

Karbonatisierungstiefe nach 50 Jahren ca. 20mm.

Siehe auch:

Carbonatisierung
pH-Wert
Korrosionsschutz

Kerndämmung

Wärmedämmung zwischen zwei Estrichschichten. Bei Doppelböden oder zweischaligen Konstruktionen.

Beispiel:

10cm Kerndämmung zwischen Roh- und Nutzestrich.

Siehe auch:

Dämmung
Doppelboden
Zweischaliger Estrich

Knetmischer

Zwangsmischer für Estrichmörtel. Mischwerkzeuge rotieren planetär, Mischzeit 2-3 Minuten.

Beispiel:

250-500 Liter Mischvolumen für Baustellenmischer.

Siehe auch:

Zwangsmischer
Mischer
Mischzeit

Konformität

EU 305/2011

Erfüllung der festgelegten Anforderungen. Basis für CE-Kennzeichnung und Leistungserklärung.

Beispiel:

Konformitätsbewertung nach AVCP System 4.

Siehe auch:

CE-Kennzeichnung
Konformitätserklärung
DoP

Konsistenz

EN 13813

Verarbeitbarkeit des Frischmörtels. Klassen: erdfeucht (F1), plastisch (F2), weich (F3), fließfähig (F4), sehr fließfähig (F5).

Beispiel:

F3 = Ausbreitmass 14-20cm für konventionellen Estrich.

Siehe auch:

Verarbeitbarkeit
Ausbreitmass
Konsistenzklasse

Korngruppe

EN 13139

Bezeichnung der Gesteinskörnung nach Siebgrößen. 0/4, 0/8, 0/16 = Größtkorn 4, 8 oder 16mm.

Beispiel:

0/8mm Standardkorngruppe für Estrich.

Siehe auch:

Gesteinskörnung
Sieblinie
Größtkorn

Korrosionsschutz

Schutz von Bewehrung vor Rost. Alkalischer pH-Wert > 12,5 passiviert Stahl.

Beispiel:

Betondeckung min. 15mm für Korrosionsschutz.

Siehe auch:

Passivierung
pH-Wert
Bewehrung

Kriechen

EN 1606

Zeitabhängige Verformung unter Dauerlast. Besonders bei Kunststoffdämmstoffen relevant.

Beispiel:

Kriechverformung < 2% nach 10 Jahren.

Siehe auch:

Langzeitverformung
Kriechzahl
Dauerstandfestigkeit

Kunstharzestrich

EN 13813

Estrich mit Reaktionsharz als Bindemittel (SR). Epoxid-, PU- oder Methacrylatharz. Chemikalienbeständig, schnell erhärtend.

Beispiel:

SR-C40-F10 für hochbelastete Industrieböden.

Siehe auch:

SR-Estrich
Epoxidharzestrich
Reaktionsharz
L

Buchstabe L

4 Begriffe

Lastverteilungsschicht

Estrichfunktion zur gleichmäßigen Verteilung von Punktlasten auf den Untergrund.

Beispiel:

Schwimmender Estrich als Lastverteilungsschicht.

Siehe auch:

Lastverteilung
Druckverteilung
Estrichfunktion

Leistungserklärung

EU 305/2011

DoP (Declaration of Performance) - Herstellererklärung über Produktleistungen. Grundlage für CE-Kennzeichnung.

Beispiel:

DoP online verfügbar, 10 Jahre aufbewahren.

Siehe auch:

DoP
CE-Kennzeichnung
Produktleistung

Ließmaß

EN 13454-2

Maß für die Fließfähigkeit von Fließestrich. Prüfung mit Ließkegelgerät, Angabe in cm.

Beispiel:

Ließmaß > 22cm für selbstnivellierenden Estrich.

Siehe auch:

Fließfähigkeit
Ausbreitmass
Konsistenz

Luftporen

Eingeschlossene Luftblasen im Estrich. Reduzieren Festigkeit, erhöhen Dämmwirkung.

Beispiel:

Luftporengehalt < 5% für Normalestriche.

Siehe auch:

Porosität
Luftporenbildner
Verdichtung
M

Buchstabe M

7 Begriffe

MA

EN 13813

Magnesite screed - Magnesiaestrich nach EN 13813. Bindemittel Magnesiumoxid mit Magnesiumchlorid-Lösung.

Beispiel:

MA-C40-F7 für Industrieböden ohne Feuchtebelastung.

Siehe auch:

Steinholzestrich
Magnesitestrich
Sorelzement

Magnesiabinder

Magnesiumoxid (MgO) als Bindemittel. Reagiert mit Magnesiumchlorid-Lösung zu Sorelzement.

Beispiel:

Kaustisch gebrannte Magnesia, Mahlfeinheit 5000 cm²/g.

Siehe auch:

Sorelzement
MA-Estrich
Magnesiumoxid

Mahlfeinheit

EN 196-6

Spezifische Oberfläche des gemahlenen Bindemittels. Angabe in cm²/g nach Blaine.

Beispiel:

Zement CEM I: 3500 cm²/g, CEM II: 4000 cm²/g.

Siehe auch:

Blaine-Wert
Zementfeinheit
Kornfeinheit

Messstrecke

DIN 18202

Prüflänge zur Ebenheitsmessung. 0,1m, 1m, 4m oder 10m nach DIN 18202.

Beispiel:

4m-Latte für Standardmessung.

Siehe auch:

Ebenheit
Messverfahren
DIN 18202

Mischungsverhältnis

Gewichtsverhältnis Bindemittel zu Zuschlag. Bei Zementestrich typisch 1:4 bis 1:6.

Beispiel:

1:5 = 300 kg Zement auf 1500 kg Sand.

Siehe auch:

Rezeptur
Bindemittelgehalt
Mischung

Mischzeit

Dauer des Mischvorgangs. Zwangsmischer 2-3 min, Freifallmischer 3-5 min.

Beispiel:

Verlängerte Mischzeit bei Faserzugabe.

Siehe auch:

Mischer
Homogenität
Mischgüte

Monolithischer Estrich

Einschichtiger Estrich direkt auf tragfähigem Untergrund. Oft mit Hartstoffeinstreuung.

Beispiel:

Betonplatte mit monolithischem Hartstoffestrich.

Siehe auch:

Verbundestrich
Einschichtestrich
Hartstoffestrich
N

Buchstabe N

8 Begriffe

Nachbehandlung

DIN 18560-1

Maßnahmen zum Schutz des jungen Estrichs. Abdecken mit Folie, Feuchthalten, Temperaturkontrolle.

Beispiel:

7 Tage Folie bei Zementestrich, 2 Tage bei CA.

Siehe auch:

Nachpflege
Schutzmaßnahmen
Austrocknung

Nenndicke

DIN 18560

Planmäßige Solldicke des Estrichs. Mindestdicke nach DIN 18560 je nach Konstruktion.

Beispiel:

Schwimmend: CT min. 45mm, CA min. 35mm.

Siehe auch:

Estrichdicke
Mindestdicke
Sollmaß

Nennfestigkeit

EN 13813

Deklarierte charakteristische Festigkeit. Basis für Klassifizierung nach EN 13813.

Beispiel:

C25 = 25 N/mm² Nenndruckfestigkeit.

Siehe auch:

Festigkeitsklasse
Charakteristische Festigkeit
5%-Fraktile

Nivellement

Höhenmessung zur Bestimmung der Estrichhöhenlage. Mit Nivelliergerät oder Rotationslaser.

Beispiel:

Höhenpunkte im 10m-Raster setzen.

Siehe auch:

Höhenmessung
Höhenlage
Nivelliergerät

Normprüfung

Standardisierte Prüfverfahren nach EN 13892. Sichert Vergleichbarkeit der Ergebnisse.

Beispiel:

Druckprüfung nach EN 13892-2.

Siehe auch:

Prüfnorm
EN 13892
Prüfverfahren

Notifizierte Stelle

EU 305/2011

Von EU benanntes akkreditiertes Prüflabor. Für bestimmte Konformitätsnachweise erforderlich.

Beispiel:

Vierstellige Kennnummer, z.B. 0769.

Siehe auch:

Prüfstelle
Akkreditierung
Benannte Stelle

NPD

EU 305/2011

No Performance Determined - Keine Leistung festgelegt. Verwendung in DoP für nicht deklarierte Eigenschaften.

Beispiel:

Brandverhalten: NPD bei nicht geprüfter Eigenschaft.

Siehe auch:

Leistungserklärung
DoP
Deklaration

Nutzestrich

Estrich ohne Belag als Nutzschicht. Mit verschleißfester Oberfläche, oft Hartstoffeinstreuung.

Beispiel:

Geschliffener Sichtestrich in Loftwohnungen.

Siehe auch:

Industrieestrich
Sichtestrich
Hartstoffestrich
O

Buchstabe O

2 Begriffe

Oberflächenfestigkeit

EN 13892-6

Widerstand der Estrichoberfläche gegen mechanische Beanspruchung. Prüfung mit Ritzgerät oder Kugelschlagprüfung.

Beispiel:

Mindest-Oberflächenzugfestigkeit 1,5 N/mm².

Siehe auch:

Ritzhärte
Abriebfestigkeit
Oberflächenzugfestigkeit

Oberflächenzugfestigkeit

EN 13892-8

Zugfestigkeit der obersten Estrichschicht. Prüfung mit Haftzugprüfgerät, wichtig für Beschichtungen.

Beispiel:

Min. 1,5 N/mm² für Epoxidbeschichtungen.

Siehe auch:

Haftzugfestigkeit
Oberflächengüte
Zugfestigkeit
P

Buchstabe P

7 Begriffe

Passivierung

Korrosionsschutz von Stahl durch alkalisches Milieu (pH > 12,5). Bildet schützende Oxidschicht.

Beispiel:

Passivierungsschicht bei Stahlbewehrung im Zementestrich.

Siehe auch:

Korrosionsschutz
pH-Wert
Bewehrung

PCE

EN 934-2

Polycarboxylatether - Moderne Fließmittel für Beton und Estrich. Hohe Wasserreduktion bis 40%.

Beispiel:

0,5-1,5% PCE für selbstverdichtenden Estrich.

Siehe auch:

Fließmittel
Zusatzmittel
Verflüssiger

pH-Wert

Maß für sauren/basischen Charakter. Zementestrich pH 12-13, Gipsestrich pH 7-8.

Beispiel:

pH > 12,5 für Passivierung von Stahl.

Siehe auch:

Alkalität
Säuregrad
Korrosionsschutz

Portlandzement

EN 197-1

CEM I nach EN 197-1. Hauptbestandteil Portlandzementklinker (> 95%). Häufigstes Bindemittel für CT-Estrich.

Beispiel:

CEM I 42,5 R = Portlandzement mit hoher Frühfestigkeit.

Siehe auch:

CEM I
Zement
Klinker

Primer

Grundierung zur Haftvermittlung und Porenverschluss. Epoxid-, PU- oder Dispersionsbasis.

Beispiel:

2K-Epoxy-Primer für Kunstharzbeschichtungen.

Siehe auch:

Grundierung
Haftvermittler
Voranstrich

Prüfkörper

EN 13892-2

Genormte Proben für Materialprüfungen. Prismen 40x40x160mm oder Würfel 150x150x150mm.

Beispiel:

3 Prismen pro Prüfung, 28 Tage Lagerung.

Siehe auch:

Probenkörper
Prüfprismen
Prüfwürfel

Pumpestrich

Mit Betonpumpe förderbarer Estrich. Konsistenz F4/F5, oft CA-Fließestrich.

Beispiel:

Förderleistung 20-40 m³/h, Reichweite bis 200m.

Siehe auch:

Fließestrich
Pumpmörtel
Förderung
Q

Buchstabe Q

4 Begriffe

QM-System

Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001. Dokumentierte Verfahren zur Qualitätssicherung.

Beispiel:

Jährliches Überwachungsaudit, Rezertifizierung alle 3 Jahre.

Siehe auch:

ISO 9001
Qualitätsmanagement
Zertifizierung

Qualitätskontrolle

EN 13813

Laufende Überwachung der Produktqualität. Teil der werkseigenen Produktionskontrolle (FPC).

Beispiel:

Täglich Konsistenz, wöchentlich Festigkeit prüfen.

Siehe auch:

FPC
WPK
Qualitätssicherung

Quellen

Volumenveränderung durch Wasseraufnahme. Bei Holzdämmstoffen und Anhydrit kritisch.

Beispiel:

Anhydrit quillt bei Feuchtigkeit bis 0,5%.

Siehe auch:

Schwinden
Quellung
Volumenänderung

Querdehnungszahl

Poisson-Zahl - Verhältnis Querdehnung zu Längsdehnung. Für Estrich 0,15-0,25.

Beispiel:

Zementestrich: 0,20, Gipsestrich: 0,25.

Siehe auch:

Poisson-Zahl
Elastizität
Verformung
R

Buchstabe R

9 Begriffe

Randdämmstreifen

DIN 18560-2

Elastische Dämmung zwischen Estrich und aufgehenden Bauteilen. Verhindert Schallübertragung und Rissbildung. Dicke 8-10mm.

Beispiel:

PE-Schaum 10mm, überstand nach Belag abschneiden.

Siehe auch:

Randfuge
Bewegungsfuge
Schallentkopplung

Reaktionsharz

Zweikomponentige Kunstharze (Harz + Härter). Epoxid, Polyurethan oder Methacrylat für SR-Estrich.

Beispiel:

Mischverhältnis A:B genau einhalten, Topfzeit beachten.

Siehe auch:

Kunstharz
Epoxidharz
SR-Estrich

REA-Gips

Rauchgasentschwefelungsanlagen-Gips. Synthetischer Gips aus Kraftwerken, Rohstoff für CA-Estrich.

Beispiel:

Gleiche Qualität wie Naturgips, oft reiner.

Siehe auch:

Gips
Calciumsulfat
Synthetischer Gips

Reibebrett

Handwerkzeug zum Glätten der Estrichoberfläche. Holz, Kunststoff oder Schwammgummi.

Beispiel:

Holzreibebrett für raue, Stahlglätter für glatte Oberfläche.

Siehe auch:

Glättkelle
Abstreifer
Oberflächenbearbeitung

Restfeuchte

DIN 18560-1

Verbleibende Feuchtigkeit im Estrich, gemessen in CM-% oder Masse-%. Kriterium für Belegreife.

Beispiel:

CT ≤ 2,0 CM-%, CA ≤ 0,5 CM-% für Parkett.

Siehe auch:

CM-Messung
Belegreife
Ausgleichsfeuchte

Rezeptur

Genaue Zusammensetzung des Estrichs. Bindemittel, Zuschlag, Wasser, Zusatzstoffe mit Mengenangaben.

Beispiel:

CT-C25-F4: 320 kg/m³ CEM II/A-S 42,5 R.

Siehe auch:

Mischungsverhältnis
Mischrezept
Zusammensetzung

Rissbildung

Trennungen im Estrichgefüge durch Schwinden, Temperatur oder Belastung. Vermeidung durch Fugen und Bewehrung.

Beispiel:

Schwindrisse in ersten 28 Tagen, später Spannungsrisse.

Siehe auch:

Schwindrisse
Spannungsrisse
Risssanierung

Rohdichte

EN 12390-7

Masse pro Volumeneinheit inkl. Poren. Zementestrich 1800-2200 kg/m³, Gipsestrich 1600-2000 kg/m³.

Beispiel:

Leichtestrich < 1400 kg/m³, Normalestrich > 2000 kg/m³.

Siehe auch:

Dichte
Raumgewicht
Trockendichte

Rücklauftemperatur

Temperatur des Heizwassers nach Durchlauf durch Fußbodenheizung. Typisch 5-10K unter Vorlauf.

Beispiel:

Vorlauf 35°C, Rücklauf 28°C = 7K Spreizung.

Siehe auch:

Vorlauftemperatur
Spreizung
Heizkreislauf
S

Buchstabe S

13 Begriffe

Sanierung

Instandsetzung schadhafter Estriche. Risse verpressen, Abplatzungen reprofilieren, Oberfläche versiegeln.

Beispiel:

Rissinjektion mit EP-Harz, Überspachtelung.

Siehe auch:

Instandsetzung
Reprofilierung
Risssanierung

Scheinfuge

DIN 18560-2

Sollbruchstelle zur kontrollierten Rissbildung. Schnitttiefe 1/3 bis 1/2 der Estrichdicke.

Beispiel:

Einschneiden nach 1-2 Tagen mit Fugenschneider.

Siehe auch:

Sollrissfuge
Feldbegrenzungsfuge
Dehnfuge

Schichtdicke

DIN 18560

Dicke der Estrichschicht. Mindestdicken nach DIN 18560 abhängig von Konstruktionsart.

Beispiel:

Verbund min. 10mm, schwimmend min. 35-45mm.

Siehe auch:

Estrichdicke
Nenndicke
Aufbauhöhe

Schnellestrich

Schnell erhärtender und trocknender Estrich. Belegreif nach 1-7 Tagen statt 28 Tagen.

Beispiel:

CAF-Estrich belegreif nach 24-48h.

Siehe auch:

Schnellzement
Frühfestigkeit
Schnellbinder

Schwimmender Estrich

DIN 18560-2

Estrich auf Dämmschicht ohne Verbund zu angrenzenden Bauteilen. Standard im Wohnungsbau.

Beispiel:

CT-F4 auf 30mm Trittschalldämmung.

Siehe auch:

Schwimmkonstruktion
Dämmschicht
Trittschalldämmung

Schwinden

EN 13892-9

Volumenverminderung durch Wasserverlust. Zementestrich 0,3-0,6 mm/m, Gipsestrich 0,1-0,2 mm/m.

Beispiel:

90% des Schwindens in ersten 28 Tagen.

Siehe auch:

Schwindmaß
Trocknungsschwinden
Volumenänderung

Sieblinie

EN 13139

Kornzusammensetzung der Gesteinskörnung. Grafische Darstellung der Kornverteilung.

Beispiel:

Sieblinie A/B oder C nach DIN 1045.

Siehe auch:

Korngruppe
Kornverteilung
Fuller-Kurve

Sorelzement

Bindemittel aus Magnesiumoxid und Magnesiumchlorid. Basis für Magnesiaestrich (MA).

Beispiel:

MgO + MgCl₂-Lösung = Sorelzement.

Siehe auch:

Magnesiabinder
MA-Estrich
Steinholz

Spreizung

Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf der Fußbodenheizung. Typisch 5-10K.

Beispiel:

35/28°C = 7K Spreizung optimal.

Siehe auch:

Vorlauftemperatur
Rücklauftemperatur
Heizkreis

SR

EN 13813

Synthetic resin screed - Kunstharzestrich nach EN 13813. Epoxid-, PU- oder MMA-basiert.

Beispiel:

SR-C40-F10-AR1 für Industrieböden.

Siehe auch:

Kunstharzestrich
Reaktionsharzestrich
Epoxidestrich

Stahlfasern

Drahtfasern zur Bewehrung. Länge 25-60mm, Durchmesser 0,5-1,0mm, Dosierung 15-40 kg/m³.

Beispiel:

Hakenfasern für bessere Verankerung.

Siehe auch:

Faserbewehrung
Drahtfasern
Bewehrung

Steinholzestrich

Alter Begriff für Magnesiaestrich. Holzspäne als Zuschlag möglich.

Beispiel:

Historische Bezeichnung, heute MA nach EN 13813.

Siehe auch:

MA-Estrich
Magnesitestrich
Sorelzement

System 4

EU 305/2011

AVCP-System für Estriche. Hersteller erklärt Konformität eigenverantwortlich ohne externe Stelle.

Beispiel:

ITT und FPC in Eigenverantwortung.

Siehe auch:

AVCP
Konformitätssystem
CE-Kennzeichnung
T

Buchstabe T

6 Begriffe

Temperaturdehnfuge

DIN 18560-2

Bewegungsfuge zur Aufnahme temperaturbedingter Längenänderungen. Bei Heizestrich zwingend erforderlich.

Beispiel:

An Türöffnungen und bei Feldgrößen > 40m².

Siehe auch:

Dehnungsfuge
Bewegungsfuge
Wärmedehnung

Topfzeit

Verarbeitungszeit von Reaktionsharzen nach dem Mischen. Bei 20°C typisch 20-40 Minuten.

Beispiel:

Epoxidharz: 30 min bei 20°C, 15 min bei 30°C.

Siehe auch:

Verarbeitungszeit
Reaktionsharz
Gelierzeit

Trennschicht

DIN 18560-4

Folie (PE 0,2mm) zwischen Estrich und Untergrund. Verhindert Verbund und Feuchtigkeitsübertragung.

Beispiel:

2-lagig mit 10cm Überlappung verlegen.

Siehe auch:

PE-Folie
Gleitschicht
Estrich auf Trennschicht

Trittschalldämmung

DIN 4109

Dämmschicht zur Reduzierung der Trittschallübertragung. Dynamische Steifigkeit < 30 MN/m³.

Beispiel:

20-30mm Mineralwolle oder EPS DEO.

Siehe auch:

Schalldämmung
Dämmschicht
DEO

Trocknungszeit

Zeit bis zum Erreichen der Belegreife. CT ca. 4 Wochen/cm, CA ca. 1 Woche/cm Dicke.

Beispiel:

5cm CT-Estrich: ca. 6-8 Wochen bis Belegreife.

Siehe auch:

Belegreife
Austrocknung
Restfeuchte

Typprüfung

EN 13813

ITT (Initial Type Testing) - Erstmalige Prüfung eines neuen Produkttyps für CE-Kennzeichnung.

Beispiel:

Bei Rezepturänderung neue Typprüfung erforderlich.

Siehe auch:

ITT
Erstprüfung
CE-Kennzeichnung
U

Buchstabe U

3 Begriffe

Überdeckung

DIN EN 1264-4

Estrichdicke über Heizrohren oder Bewehrung. Min. 45mm bei CT, 40mm bei CA über Heizrohren.

Beispiel:

Nenndicke = Rohraußendurchmesser + 45mm.

Siehe auch:

Heizrohrüberdeckung
Mindestüberdeckung
Estrichdicke

Unterbeton

Betonschicht als tragfähiger Untergrund für Estrich. Meist C8/10 oder C12/15.

Beispiel:

5cm Unterbeton auf Erdreich, darauf Verbundestrich.

Siehe auch:

Sauberkeitsschicht
Untergrund
Tragschicht

Untergrundvorbereitung

Vorbereitung der Fläche vor Estricheinbau. Reinigen, Grundieren, Nivellieren, Abdichten.

Beispiel:

Kugelstrahlen bei Verbundestrich für optimale Haftung.

Siehe auch:

Grundierung
Haftbrücke
Untergrund
V

Buchstabe V

8 Begriffe

Vakuumestrich

Estrich mit Wasserentzug durch Vakuum direkt nach Einbau. Verkürzt Trocknungszeit erheblich.

Beispiel:

Belegreif nach 7-14 Tagen statt 28 Tagen.

Siehe auch:

Vakuumverfahren
Schnelltrocknung
Wasserentzug

Verbundestrich

DIN 18560-3

Estrich mit kraftschlüssigem Verbund zum Untergrund. Haftzugfestigkeit min. 1,5 N/mm².

Beispiel:

10-50mm dick auf rauem Beton mit Haftbrücke.

Siehe auch:

Haftverbund
Monolithisch
Verbundsystem

Verdichtung

Entlüftung und Komprimierung des frischen Estrichs. Manuell, mit Rüttelflasche oder Rüttelböcken.

Beispiel:

Rüttelflasche alle 50cm einsetzen.

Siehe auch:

Rütteln
Kompaktierung
Entlüftung

Verflüssiger

EN 934-2

Zusatzmittel zur Verbesserung der Verarbeitbarkeit ohne Wasserzugabe. PCE oder Naphthalinsulfonat.

Beispiel:

0,5-2% vom Zementgewicht dosieren.

Siehe auch:

Fließmittel
PCE
Zusatzmittel

Verschleißwiderstand

EN 13892-3

Widerstand gegen Abrieb nach Böhme. A-Klassen: A22 (22cm³/50cm²) bis A1,5 (1,5cm³/50cm²).

Beispiel:

A12 = Standard für normale Belastung.

Siehe auch:

Abriebwiderstand
A-Klasse
BCA-Prüfung

Verzögerer

EN 934-2

Zusatzmittel zur Verlängerung der Verarbeitungszeit. Bei hohen Temperaturen oder langen Transportwegen.

Beispiel:

0,2-0,5% Zitronensäure oder Weinsäure.

Siehe auch:

Erstarrungsverzögerer
Zusatzmittel
Abbindeverzögerer

Vicat-Prüfung

EN 196-3

Bestimmung von Erstarrungsbeginn und -ende mit Vicat-Nadel. Eindringwiderstand definiert Zeitpunkte.

Beispiel:

Erstarrungsbeginn wenn Nadel 6mm über Boden stoppt.

Siehe auch:

Erstarrungsbeginn
Abbindezeit
Vicat-Nadel

Vorlauftemperatur

DIN EN 1264

Temperatur des Heizwassers beim Eintritt in Fußbodenheizung. Max. 55°C, meist 35-45°C.

Beispiel:

35°C bei Niedertemperatursystemen.

Siehe auch:

Rücklauftemperatur
Heizkreis
Spreizung
W

Buchstabe W

7 Begriffe

Wartezeit

Zeit zwischen Estricheinbau und Belastung. Begehbar nach 2-3 Tagen, voll belastbar nach 7-28 Tagen.

Beispiel:

CT begehbar nach 3 Tagen, CA nach 24h.

Siehe auch:

Erhärtungszeit
Belastbarkeit
Festigkeitsentwicklung

Wasserzementwert

w/z-Wert - Massenverhältnis Wasser zu Zement. Optimal 0,45-0,60 für Estrich.

Beispiel:

w/z = 0,50 bedeutet 50kg Wasser auf 100kg Zement.

Siehe auch:

w/z-Wert
Wasserbedarf
Konsistenz

Weißschleier

Kalkausblühungen auf der Estrichoberfläche. Calciumhydroxid reagiert mit CO₂ zu Calciumcarbonat.

Beispiel:

Mechanisch oder mit verdünnter Säure entfernen.

Siehe auch:

Ausblühungen
Effloreszenz
Kalkausblühung

Werkfrischmörtel

Werkseitig hergestellter, transportfertig gemischter Estrichmörtel. Qualitätskonstant, zeitsparend.

Beispiel:

Lieferung im Fahrmischer, Verarbeitung binnen 90min.

Siehe auch:

Transportestrich
Werksmörtel
Frischmörtel

Werkseigene Produktionskontrolle

EN 13813

FPC - Kontinuierliche Überwachung der Produktion durch Hersteller. Pflicht für CE-Kennzeichnung.

Beispiel:

Prüfpläne, Protokolle, Korrekturmaßnahmen dokumentieren.

Siehe auch:

FPC
WPK
Qualitätskontrolle

WPK

EN 13813

Werkseigene Produktionskontrolle - Deutsche Bezeichnung für FPC (Factory Production Control).

Beispiel:

Teil des QM-Systems nach ISO 9001.

Siehe auch:

FPC
Produktionskontrolle
Qualitätssicherung

w/z-Wert

Wasser-Zement-Wert - Massenverhältnis. Bestimmt Festigkeit, Dichtigkeit und Dauerhaftigkeit.

Beispiel:

w/z < 0,50 für hohe Festigkeit, > 0,60 für gute Verarbeitbarkeit.

Siehe auch:

Wasserzementwert
Festigkeit
Konsistenz
Z

Buchstabe Z

10 Begriffe

Zement

EN 197-1

Hydraulisches Bindemittel aus Kalkstein und Ton. Erhärtet mit Wasser zu festem Zementstein.

Beispiel:

CEM I 42,5 R = Portlandzement mit hoher Frühfestigkeit.

Siehe auch:

Portlandzement
CEM
Bindemittel

Zementestrich

EN 13813

CT - Häufigster Estrichtyp mit Zement als Bindemittel. Universal einsetzbar, feuchteunempfindlich.

Beispiel:

CT-C25-F4 Standardqualität für Wohnungsbau.

Siehe auch:

CT-Estrich
Cement screed
Zementmörtel

Zementleim

Mischung aus Zement und Wasser ohne Zuschlag. Bindet die Zuschlagskörner im Estrich.

Beispiel:

Zementleim füllt Zwischenräume der Körnung.

Siehe auch:

Zementpaste
Bindemittelleim
Matrix

Zementschlämme

Dünnflüssige Zement-Wasser-Mischung als Haftbrücke. w/z-Wert 0,6-0,8.

Beispiel:

Frisch-in-frisch einbürsten für Verbundestrich.

Siehe auch:

Haftschlämme
Haftbrücke
Kontaktschlämme

Zugfestigkeit

EN 13892-2

Widerstand gegen Zugbeanspruchung. Biegezugfestigkeit oder Spaltzugfestigkeit.

Beispiel:

Biegezugfestigkeit F4 = 4 N/mm².

Siehe auch:

Biegezugfestigkeit
Haftzugfestigkeit
F-Klasse

Zusammendrückbarkeit

DIN 18560-2

Dickenänderung der Dämmschicht unter Last. Max. 3mm bei Trittschalldämmung, 5mm bei Wärmedämmung.

Beispiel:

c ≤ 3mm für schwimmenden Estrich.

Siehe auch:

Dämmschicht
Kompressibilität
DEO

Zuschlag

EN 13139

Gesteinskörnung (Sand, Kies, Splitt) als Hauptvolumenanteil (75-85%) des Estrichs.

Beispiel:

Quarzsand 0/8mm für Normalestrich.

Siehe auch:

Gesteinskörnung
Korngruppe
Sand

Zusatzmittel

EN 934-2

Chemische Zusätze zur Eigenschaftsverbesserung. Fließmittel, Beschleuniger, Verzögerer, Luftporenbildner.

Beispiel:

Dosierung 0,2-5% vom Bindemittelgewicht.

Siehe auch:

Additiv
Fließmittel
Beschleuniger

Zusatzstoffe

EN 206

Fein gemahlene mineralische Stoffe. Flugasche, Silikastaub, Kalksteinmehl zur Verbesserung der Eigenschaften.

Beispiel:

Flugasche bis 33% als Zementersatz.

Siehe auch:

Flugasche
Microsilica
Füller

Zwangsmischer

Mischer mit rotierenden Mischwerkzeugen. Knet- oder Tellermischer für homogene Mischung.

Beispiel:

250-1000 Liter Nutzinhalt, 2-3 min Mischzeit.

Siehe auch:

Knetmischer
Tellermischer
Mischgerät

Glossar-Statistik

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